Die Wildbiene
Die Wildbiene
Unterstützung der Ansiedlung dieser Nützlinge im Garten
Man kann die Wildbienenarten nach ihrer Lebensweise in drei Großgruppen einteilen.
Die bekannteste Gruppe, daraus sind die Hummeln(31 Arten in Deutschland, in Europa 53) und den teilweise (nur wenige Arten) domestizierten Honigbienen, sind die Bienen mit kollektiver Lebensweise. Hummelarten: Wiesenhummel, Dunkle Erdhummel, Gartenhummel, Ackerhummel, Steinhummel, Baumhummel, Helle Erdhummel, Kryptarum Erdhummel, Große Erdhummel usw. Will man Hummelarten unterscheiden hat man folgendes Problem: Keine andere Bienenart hat solch ein Varriation in Ihrer Farbe, wie die Hummel.
Diese Bienen betreiben im Gegensatz zu Solitärbienen Brutpflege; sie versorgen und füttern ihren Nachwuchs, wenn dieser schlüpfet und treten mit ihm in Wechselwirkung. Mehrere Weibchen nutzen eine gemeinsame Nestanlage und schließen sich zu größeren Bienenvölkern zusammen. In diesen neu gebildeten Staaten herrschen unter einer Königin eine strenge Hierarchie und die Einteilung der Bienen in Kasten.
Ein Honigbienenvolk besteht kontinuierlich über mehrere Jahre, ganz im Gegenteil zu den anderen sozialen Bienen, den Hummeln. Hier ist dieses Verhalten nur in einem bestimmtem Zeitraum, in der Vegetationszeit(ab März bis August) zu finden. Danach löst sich der Staat(Hummelvolk 70-150 Individiun) auf und alle Tiere sterben ab, bis auf die jungen, bereits begatteten Königinnen. Diese fliegen aus und suchen sich geschützte Verstecke zum Überwintern, um dann im nächsten Frühjahr wieder ein neues Volk zu gründen. Hummel darf man nicht der Natur entnehmen, Ausnahme eine Amtliche Erlaubnis von seiten der Behörden. Hummelproduktzenten haben mit Inzucht schwer zu kämpfen. Sie brauchen Wildhummeln um die Populationen vor Inzucht schäden zu schützten. Hummel werden für die Tomatenbestäubung gebraucht. Bei sonstige Bestäubungsfälle nimmt man die Honigbiene. Da sie Blütenstätig ist und mehr Individiums an Flugbienen besitzt(20.000). Ein Hummelvolk wird ohne Königin zur Bestäubung eingesetzt, der Kasten enthält ca. 250 Hummeln. Da die Blühpflanzen nur ab einer bestimmten Temperatur Nektar abgegeben nützt es den Hummel auch nichts das Sie zu erst fliegen. Gleichzeitig muß man ja auch feststellen, das sie erst mit den Sammeln anfangen, wenn die Honigbiene auch damit anfängt. Hummeln sind nicht blütenstetig, das heißt Sie fliegen mal auf die Pflanze und dann mal auf einer anderen. Dabei geht sie auch nicht sorgfälltig dabei vor. Wenn Sie nicht an den Nektar so einfach heran kommt. Bricht sie auch seitlich in der Blüte ein und es kommt auch mal vor, das Sie Stempel usw. verwüßtet in der Blüte, wenn ihr was nicht passt. Eine Honigbiene geht behutsamer vor und geht auch den ganzen Stempel entlang. Das sieht man ganz deutlich bei Erdbeeren. Sind sie sehr gut geformt, dann sind Bienen die Bstäuber gewesen. Sind sie aber nicht gut geformt, dann war es eine Hummel. Erdbeerbauen in Deutschland in der Freilandkultur interessiert es wenig - Der Kunde ist es egal, wie seine Erdbeeren aussehen! Nur die Erdbeeranbauer die Wert auf eine hohe Qualität legen, lassen Imker kommen. Dafür erzielen Sie auch einen guten Preis für Ihre Produkte. Manche Pflanzen brauchen aber die Hummel zur Bestäubung da Sie einen längeren Rüssel besitzt als die Biene.
Insbesondere bei Furchenbienen (Gattungen Halictus und Lasioglossum) gibt es verschiedene Stadien der sozialen Lebensweise: manche Arten bilden Nestaggregationen (d.h. mehrere Weibchen nisten nahe beieinander) und bei anderen Arten benutzen mehrere Weibchen ein gemeinsames Nest, wieder andere Arten versorgen im gemeinsamen Nest ihre Brut gemeinsam (wie zum Beispiel die o. g. Hummeln und die Honigbiene). Dies nennt man, wenn dann auch unfruchtbare Tiere vorkommen, eusozial.
Die solitär lebenden Bienen, so genannte Einsiedlerbienen, sind jedoch die größte dieser drei Gruppen. Diese Bienen sind Einzelgänger und sowohl Weibchen und Männchen, die als Larve überwintert haben, kommen im Frühjahr des nächsten Jahres aus der Brutröhre heraus, um für Nachkommen zu sorgen. Da die Individuen dieser Arten nur wenige Wochen zu leben haben, beginnt das Weibchen nach der Paarung sofort mit dem Nestbau und mit der Sammlung von Nektar und Pollen. Die eingeholte Nahrung dient nur zu einem kleinen Teil der Deckung des eigenen Bedarfes. Vielmehr lagert die Biene die Nahrung in einer Brutzelle an, in die sie, wenn ausreichend Nektar und Pollen angesammelt sind, ein Ei ablegt. Daraufhin verschließt die Biene das Gelege mit einer Trennwand aus Lehm u.a., um im Folgenden weitere Brutröhren anzulegen. Dieses Verhalten wird als Brutfürsorge bezeichnet. Die später schlüpfende Larve kann sich dann von dem angesammelten Proviant ernähren und entwickelt sich weiter zur ausgewachsenen Biene.
Rote Mauerbiene (Osmia rufa). Sehr gut sind die drei Punktaugen (Ocelli) zu erkennen. Weibchen 9-12mm ungefair so groß wie die Honigbiene. Der Name kommt daher. das der Hinterleib oberseits rotbräunlich ist. Kopf und Brust sind dunkel gefärbt. Die Mauerbiene gehört zu den Bauchsammelbienen, die den Pollen in einer speziellen Bauchbürste unter dem Hinterleib sammelt. Zu den Bauchsammelbienen gehört auch die Scherenbiene!
Männchen sind bedeutend kleiner und haben länger Fühler wie auch eine helle Gesichtsbehaarung( es sieht so aus als, wenn Sie ein weißlichen Bart haben aus). Mauerbienen kann man von April bis Juni in der freien Natur beobachten.
Zu den Beinsammelbienen gehört die Hosenbiene(Dasypoda hirtipes), der Pollen wird in einer Bürste an den Hinterbeinen gesammelt.
Fuchsrote Sandbiene (Andrena fulva)
Kuckucksbienen
Die dritte und letzte Gruppe sind die Kuckucksbienen(10Arten in Europa und in Deutschland vertreten). Ihren Namen haben sie deswegen, da sie anders als ihre Verwandten aus den vorherigen Gruppen, keine Nester bauen. Vielmehr haben sie sich darauf spezialisiert, fremde Nester für die Aufzucht ihrer eigenen Brut zu nutzen. Sie nutzen die Gelegenheit, wenn die Nestbauerin (meist eine Solitärbiene) gerade auf Pollensuche ist, aus und legen ihre Eier in die fremde Brutzelle, die schon teilweise mit Vorrat gefüllt ist. Nehmen die Schmarotzerbienen in einer Wirtspopulation überhand, so bricht diese im nächsten Jahr bei ungünstigen Verhältnissen zusammen, da nun die Anzahl der Schmarotzer die der Wirte übersteigt. Folgerichtig verschwinden dann auch alle Schmarotzer. Einzelne überlebende oder eingewanderte Solitärbienen bauen nach und nach von neuem eine Wirtspopulation auf, und bald ist auch wieder die Schmarotzerart zu finden. Interessanterweise bevorzugen Kuckucksbienen oft die gleichen Pflanzen als Nahrungsquellen wie ihr Wirt.
Wildbienen greifen von sich aus nie Menschen an. Während Honigbienen und manche Hummelarten in der Nähe des Nestes einen Störenfried gezielt angreifen und zu vertreiben versuchen, kommt es bei den anderen heimischen Bienen nur dann zu einem Stich, wenn sich die Weibchen individuell bedroht fühlen, z.B. wenn man die Tiere zwischen den Fingern drückt, mit bloßen Füßen auf sie tritt oder sie zwischen Bekleidung und Haut geraten. Man kann sich völlig gefahrlos selbst in großen Nestansammlungen aufhalten, wo Tausende von Weibchen dicht beieinander nisten.
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