Mölmsche Met

Mölmsche Met

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Der Mölmsche Met basiert auf den alten Obstwiesen vom Auberg und den Speldorfer Waldgebiet.

Herkömmlich wird Met aus Wasser(Wasser 24Liter), Apfelsaft 1Liter und Honig hergestellt(Ansatz 25Liter Glasballon). Das besondere aber bei den Mölmschen Met beruht aber darauf, dass überhaupt kein Wasser verwendet wird, sondern das stattdessen nur reiner Apfelsaft.

Dieser Apfelsaft  wird aus den Äpfeln vom Auberg gewonnen und zwar werden die Äpfel gepflückt per  Hand. Anschließend  zerkleinert und dann ein Tag später gepresst. Danach wird der Apfelsaft mit Honig versetzt und anschließend mit Weinhefe geimpft.

Der Honig stammte aus der Waldregion Speldorfs und ist dadurch sehr kräftig im Geschmack. Obstblütenhonig oder Frühjahrshonig kann man leider nicht verwendet, da das Buket darunter leiden würde.

Danach ruht der Wein in Glasballons.  Die täglich geschüttelt werden müssen. Der Mölmsche Met wird in drei Sorten Angeboten. Lieblich, Halbtrocken oder Trocken.

Der Mölmsche Met zeichnet sich dadurch aus, das er wie gesagt ein reines Mülheimer Produkt ist mit allem guten was Mülheim zu bieten hat.

Gewinn von einem 1,00 pro Flasche wird aufgeteilt… 0,50€ erhalte ich und den Rest bekommt mein Hobbywinzer Daniel. Der mit mir zusammen arbeitet. Er ist wie ich Speldorfer!

Ich würde mich freuen, wenn Sie zu einer Weinprobe mal vorbei schauen würden.

Mit lieben Grüßen 

Wabenhaus.de      

 

 

Zeitungsartikel WAZ 11.Mai.2010:

Menschen in Mülheim : Anstoßen mit Mölmschem Met

Mülheim, 10.05.2010, Monique de Cleur

 

Mülheim. Ob lieblich oder trocken, Thomas Sachs’ Met schmeckt vor allem nach – Mülheim. Für den Honig darin strecken seine knapp 50 Bienenvölker die Fühler nach den Blüten mit dem verlockendsten Duft in der Stadt aus.

Etwas für die menschliche Nase bietet das Haus des Hobby-Imkers. Das unverwechselbare, süß-würzige Aroma von Honig begrüßt den Besucher schon beim ersten Schritt in Sachs’ Haus. So muss es in einem Bienenstock riechen. Ein paar Meter weiter, in der Küche, kann er ihn auch sehen: Die gesamte Arbeitsplatte trägt die liebliche bis trockene Last mehrerer Weinballons. Innendrin blubbert eine goldgelbe Flüssigkeit der Reife entgegen: Mölmscher Met.

Den Germanen galt Honigwein noch als Getränk der Götter. Heute hat er sich längst in den Regalen der Supermärkte breitgemacht. Doch der, findet Sachs, schmeckt längst nicht so gut wie der Selbstgegorene. Das hat seinen Grund: Sogar der Apfelsaft, den der Hobby-Imker anstelle des handelsüblichen Wassers verwendet, ist handgekeltert. „Wir pflücken am Auberg“, verrät er und schwärmt von den dort wachsenden „70, 80 Jahre alten Apfelbäumen“ und dem unvergleichlichen Aroma ihrer Früchte.

Sind sie einmal vom Baum, fängt die Arbeit für Sachs und seinen Partner, einen Hobbywinzer, erst richtig an. Die Äpfel werden von Hand geschnippelt – „Wir müssen ja die Würmer rausholen“ –, in einer Mühle weiter zerkleinert und anschließend in einem Fass fermentiert. „Nach einem Tag wird abgepresst.“ Jetzt erst kommt der namensgebende Bestandteil, der Honig, hinzu: Mit Apfelsaft und Hefe wird er in Weinballons zum Gären angesetzt. „Man stellt den auf, und dann blubbert der vor sich hin“, beschreibt Sachs das Ganze lapidar.

Der erste Jahrgang Mölmsche Met 2009 war ein voller Erfolg: 72 Flaschen hatte Sachs voll bekommen. Sie alle fanden auf einem Mittelalterfest in der Pfalz ihre Liebhaber. „Die haben dem das Zelt eingerannt“, erinnert sich der Honigwinzer zufrieden. Auch sein Abnehmer war hocherfreut – und bestellte direkt nach. So wird auch der 2010er Jahrgang Mölmsche Met wieder in der Pfalz getrunken. Es sei denn, der Durst macht den Mülheimern Beine: „Wenn ein Privatmann noch ‘ne Flasche haben möchte, der muss sich beeilen“, rät Sachs.

Vier Monate bis ein Jahr dauert es, bis sich das Gebräu in Honigwein verwandelt hat. 250 Liter warten zurzeit in Thomas Sachs’ Küche und Keller darauf, als Jahrgang 2010 in Flaschen abgefüllt zu werden. 50 Kilogramm eigenhändig geschleuderter Honig verleihen der flüssigen Leckerei ihren Geschmack; nur die Hefe zum Gären stammt nicht aus Mülheim. „Ich bin eben heimatverwurzelt und seit Generationen hier“, erklärt Sachs, warum er bei seinem Met Wert auf das Etikett „echt Mölmsch“ legt. Schon seine Ur-Ur-Großeltern lebten in der Ruhrstadt. „Die haben nur Mölmsch gesprochen. Sie haben sich geweigert, dieses blöde Norddeutsch zu sprechen“, weiß er aus Erzählungen.

Als nächstes will der Hobby-Imker seine Produktpalette um Honigschnaps erweitern. Angesetzt ist er schon, ein Name fehlt allerdings noch. Thomas Sachs freut sich über Vorschläge (per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) und macht ein verlockendes Angebot: „Den besten Namen prämier’ ich auch mit einer Flasche.“ Na dann: Prost, Honig!

 

Anmerkung zum Artikel:

250Liter in den Weinballons hört sich viel an. Aber man muß erstens pro Weinballon 3Liter Absatz(Abheben vom Wein) vom Bodensatz(Hefe usw.) abziehen. Das heißt bei 10Ballons müssen ca. 30Liter abgezogen werden.. Zweitens für die Messung und Weinproben geht auch noch Wein verloren. Dann werden die Flaschen auch noch für den  eigenen Gebrauch von uns beiden verwendet. Ob als Geschenk oder so zum Trinken in den Familien.

Nur ein kleiner Teil wird verkauft um die laufenden Kosten zu decken. Wir werden nicht mehr als 72Flaschen verkaufen. Wir möchten keine Industrieproduktion aufbauen, auch werde ich meinen Anteil von 0,50€ Gewinn in den Aufbau der Auberg Obstwiesen und Bienenstand investieren, damit auch die Kinder und Enkeln noch eine Obstwiesen vorfinden, wenn ich nicht mehr bin.

Die 72Flaschen die nach der Pfalz gingen, wurde noch nicht Bezahlt. So ist leider heute die Zahlungsmoral!!

35Bienenvölker betreue ich momentan, da im Winter 20Bienenvölker starben. im letzten Jahr viel kein Gewinn an, da alles wieder in Anschaffung von Materialien ging. In diesen Jahr gehen die Gelder in weitere Baumaßnahmen für zwei Arbeitsräume für die Kinderarbeiter. Die Honigküche ist dafür zu klein, wenn Kinder und Besucher kommen. Ein Tisch habe ich schon angeschafft für die Kinder... In den Sommerferien kommen die Kinder von der AWO!!! 

Die Bewirtung der Ferienkinder im Sommer ist kostenlos. Das zahle ich aus den Bonbonsgewinnen, die ich auf den Mülheimer Markt verkaufe.